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Rückkühlung Fa. Elro

Bei der ELRO-Rückkühlung mit Eisbank ist die Eisbank ein Kältespeicher für den Rührwerkskessel. Stell dir zwei getrennte Bereiche vor: Die Speise bleibt im Kessel. Das Eiswasser fließt durch das Kühlsystem des Kessels und berührt die Speise nicht.

Schritt für Schritt

  1. Die Eisbank wird „geladen“.
    Eine Kälteanlage kühlt Wasser in einem isolierten Behälter. An den Kühlschlangen bildet sich Eis. Darin ist Kälte für die spätere Rückkühlung gespeichert.

  2. Die Speise wird im ELRO-Kessel gekocht.
    Zum Beispiel eine Suppe oder Sauce. Nach dem Kochen bleibt sie im selben Kessel; sie muss zum Rückkühlen nicht umgefüllt werden.

  3. QuickChill wird gestartet.
    Die Steuerung startet den Kühlvorgang. Eine Pumpe fördert Eiswasser aus der Eisbank über den Vorlauf zum Kessel. ELRO nennt ungefähr 0,5 °C am Anschluss des Kessels als Zielwert für das Eiswasser. elro.ch

  4. Das Eiswasser nimmt Wärme auf.
    Es strömt durch die Kühlwege des Kessels. Die Wärme wandert von der heißen Speise durch die Metallflächen zum Wasser. Das Rührwerk bewegt die Speise und unterstützt eine gleichmäßige Abkühlung.

  5. Das erwärmte Wasser fließt zurück.
    Über den Rücklauf gelangt es wieder zur Eisbank. Dort gibt es die aufgenommene Wärme ab: Das gespeicherte Eis schmilzt dabei nach und nach. Das Wasser wird wieder kalt und kann erneut zum Kessel gepumpt werden. Es handelt sich also um einen umlaufenden Kühlwasserkreis. elro.ch

  6. Die Eisbank wird wieder geladen.
    Nach den Kühlvorgängen muss die Kälteanlage neues Eis aufbauen. Wie groß Eisbank, Kälteanlage und Pumpen sein müssen, hängt unter anderem von Kesselgröße, Speisemenge sowie der Anzahl und zeitlichen Folge der Kühlvorgänge ab. ELRO bietet dafür eine projektspezifische Berechnung an. Elro

Das Prinzip in einem Satz: Die Eisbank speichert Kälte, die Pumpe bringt kaltes Wasser zum Kessel, das Wasser nimmt die Wärme der Speise auf und bringt sie zur Eisbank zurück.

Für deinen I-Plan ist ein Punkt besonders wichtig: Vorlauf und Rücklauf sind nicht einfach zwei beliebige Wasseranschlüsse. ELRO fordert eine Berechnung der Leitungen und Pumpen für das konkrete Projekt; laut Anleitung kann der Rücklauf während des Betriebs sogar bis zu 100 °C erreichen. Dafür brauchst du die gerätespezifischen ELRO-Anschlussunterlagen und das Fließschema. elro.ch

    


Was bringt es?

Die Eisbank bringt dir vor allem viel Kühlleistung genau dann, wenn sie gebraucht wird: Während die Speise im ELRO-Kessel rückgekühlt wird, schmilzt das zuvor aufgebaute Eis und nimmt Wärme auf. Die Kälteanlage kann den Eisspeicher zwischen den Kühlvorgängen wieder aufladen.

Für die Küche heißt das konkret:

  • Kochen und Kühlen im selben Kessel: weniger Umfüllen und weniger Behälter zum Reinigen.
  • Schockkühler werden frei: Sie können für Speisen genutzt werden, die nicht im Kessel rückgekühlt werden.
  • Große Mengen können schnell gekühlt werden: ELRO nennt als Beispiel 300 Liter Flüssigkeit von 90 °C auf 3 °C in 66 Minuten. Das ist ein Herstellerbeispiel, keine garantierte Zeit für jede Speise.
  • Mehrere Kessel oder Kühlvorgänge lassen sich versorgen, wenn Eisbank und Kälteanlage passend zur Produktion ausgelegt sind. elro.ch

Für dich als Planer: Der Nutzen steht und fällt mit der Auslegung. Ist die Eisbank nach mehreren Chargen „leer“, muss sie erst wieder Kälte aufbauen; sind Pumpe oder Leitungen zu knapp bemessen, dauert die Rückkühlung länger. elro.ch


Die Cook-&-Chill-Seite erklärt das Prinzip; über die verlinkte QuickChill-Produktreihe gibt es auch technische Daten.

  • Die Eisbank kann einen eigenen Kältekompressor haben oder an eine zentrale Kälteanlage angeschlossen werden. Das gekühlte Wasser zirkuliert durch den Kesselmantel und zurück zur Eisbank. www.joeni.dk
  • JØNI nennt für das Kühlwasser typischerweise etwa 0,5 °C. Weil es über dem Gefrierpunkt bleibt, soll das Produkt nicht an der Kesselwand anfrieren. joeni.dk
  • Laut Hersteller kann die Eisbank nachts Eis aufbauen und die gespeicherte Kälte tagsüber beim Rückkühlen abgeben. Sie könnte auch Kaltwasser für weitere Geräte bereitstellen. www.joeni.dk
  • Die Reihe umfasst OptiMix mit 80–300 Litern und MaxiMix mit 400 oder 500 Litern. joeni.dk

Besonders aufschlussreich ist das verlinkte technische Datenblatt: Bei einem Versuch mit Wasser im Kessel, empfohlener Eiswassermenge und Rühren mit 15 U/min nennt JØNI für 90 °C auf 3 °C rund 44 Minuten bei 100 l, 55 Minuten bei 200 l und 66 Minuten bei 300 l. Für einen elektrisch beheizten 200-l-Kessel stehen dort beispielsweise 304 kg Eis je Kühlzyklus und 3,7 l/s Umlaufmenge. Diese Werte sind Auslegungsdaten für das konkrete System, keine pauschalen Werte für jede Speise. joeni.dk

Für einen I-Plan wäre mein wichtigster Schluss daraus: Die Eisbank samt Pumpen, Leitungen und Kälteanschluss ist ein eigener Planungspunkt. JØNI schreibt ausdrücklich, dass ihre Dimensionierung von Anzahl und Größe der Kessel sowie den Kühlzyklen pro Tag abhängt und durch den Kälteanlagen-Fachbetrieb erfolgen soll. 


Bei Großprojekten ist die enge Zusammenarbeit mit dem Hersteller entscheidend, um Geräte und Technik optimal abzustimmen.

Geräte, Produktionsmengen und technische Anforderungen müssen aufeinander abgestimmt werden. Gerade bei Rückkühlsystemen mit Eisbank liefert der Hersteller die gerätespezifischen Leistungsdaten, die als Grundlage für die weitere Planung dienen.

PKNZ berücksichtigt diese Angaben im Küchenkonzept und stimmt die Planung mit dem Hersteller und den beteiligten Fachunternehmen ab. So entsteht eine Lösung, die zu den vorgesehenen Arbeitsabläufen passt. Die technische Prüfung, Dimensionierung und Freigabe erfolgen durch die jeweils dafür befugten Fachunternehmen.